Service für die Presse

Für Vertreter der Medien stellen wir hier unsere aktuellen Pressemitteilungen sowie ausgewählte Fotos des Sudetendeutschen Museums zur Ansicht und zum Download zur Verfügung. Besondere Anfragen richten Sie bitte direkt an unseren Pressereferenten. Vielen Dank!

Daniel Mielcarek M. A.
Öffentlichkeitsarbeit
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daniel.mielcarek@sudetendeutsche-stiftung.de

Pressemitteilungen

Pressemitteilung 28.04.2022
Sand-Art-Aufführung mit Workshop & Sonderführungen am Internationalen Museumstag

„Eine Prise Sand erzählt“ – „Zwischen Himmel und Erde – Pilsner Bier und Znaimer Gurken“ – „Europas Brückenbauer zwischen Nationen“

Das Sudetendeutsche Museum in München mit Freude entdecken: „Eine Prise Sand erzählt“ ist der Titel einer etwas anderen Geschichte über die Sudetendeutschen. Die italienische Sand-Art-Künstlerin Nadia Ischia erzählt am internationalen Tag des Museums, Sonntag, 15. Mai, die Geschichte von Sepp und Jiří. Dabei malt sie ihre Bilder mit Sand und der Schauspieler Joe Henselewski begleitet die Kunst-Show mit einer Erzählung.

In einem Workshop zeigt die Künstlerin, wie die Kunstform Sand-Art zustande kommt und wie man selbst Sandkunst kreieren kann: Kinder und Familien dürfen es heute selbst einmal ausprobieren.

Die Vorstellungen finden dreimal statt: am Sonntag, 15. Mai, jeweils von 11:00 bis 11:45 Uhr, von 14:00 bis 14:45 Uhr sowie von 17:00 bis 17:45 Uhr. Der Sand-Art-Workshop für Kinder und Familien findet von 15:00 bis 16:30 Uhr statt. Der Eintritt zur Aufführung und zum Workshop ist frei.

Von 10 bis 17:30 Uhr werden im Museumsfoyer antiquarische Bücher über das Sudetenland angeboten.
Sie können gegen eine geringe Spende mitgenommen werden. Eine Fundgrube für jeden Interessierten! 

Zwei thematisch unterschiedliche Sonderführungen am 15. Mai und ein Vortrag am 16. Mai komplettieren den Internationalen Museumstag im Sudetendeutschen Museum, Hochstraße 10, 81669 München. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenfrei.

„Pilsner Bier und Znaimer Gurken“

Was hat ein Bayer mit Pilsner Bier zu tun? Wie wurde der Würfelzucker erfunden? Und wer ist die Gurkenfee? Die Sonderführung beantwortet diese und andere Fragen rund um sudetendeutsche Lebensmittel und ihre Geschichte. Die Führung mit Kuratorin Eva Haupt findet am 15. Mai jeweils von 13:00 bis 14:00 Uhr sowie von 15:00 bis 16:00 Uhr statt. Der Treffpunkt ist im Foyer des Museumseingangs.

„Zwischen Himmel und Erde – Zur Religionsgeschichte Böhmens und Mährens“

Die Besucherinnen und Besucher erhalten einen Überblick über die religionsgeschichtliche Abteilung des Sudetendeutschen Museums. Religiös bedingte Konflikte, religiös beeinflusstes Kunsthandwerk und religiöses Brauchtum bestimmten über Jahrhunderte das Leben der Menschen. Uns begegnen Persönlichkeiten wie Jan Hus oder der Hl. Nepomuk und das brauchtümliche Leben von der Wiege bis zur Bahre. Die Sonderführung mit Sammlungsleiter Klaus Mohr findet am 15. Mai jeweils von 12:15 bis 13:00 Uhr und von 16:00 bis 16:45 Uhr statt. Der Treffpunkt ist im Foyer des Museumseingangs.

„Europas Brückenbauer zwischen Nationen – Vortrag über Hl. Johann von Nepomuk“

Man kennt ihn von ungezählten Brücken in Bayern, in Böhmen und in ganz Europa: die Figur des heiligen Johann von Nepomuk. Sein Leben und die Umstände seines dramatischen Endes im 14. Jahrhundert bewirkten eine frühe Verehrung in Böhmen, in Europa und seit dem 18. Jahrhundert in der ganzen Welt. Aber nicht nur als Schutzpatron für die böhmisch-bayerische Nachbarschaft ist dieser Brückenheiliger von aktueller Bedeutung. Auch im Sudetendeutschen Museum finden wir ihn. Im vergangenen Jahr waren 300 Jahre seit seiner Seligsprechung vergangen. Die Corona-Pandemie verhinderte 2021 ein würdiges Gedenken, dieses Jahr wird das nachgeholt. Ein Vortrag hierüber von Dr. Raimund Paleczek findet am Montag, 16. Mai, um 19:00 Uhr, im Adalbert-Stifter-Saal des Sudetendeutschen Hauses, Hochstraße 8, statt.

Die Dauerausstellung des Museums ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt am Sonntag, 15. Mai, ist für alle frei.

Pressemitteilung 27.09.2021

Sonderausstellung Werner Reinisch – Von Böhmen in die Ardèche – Neue Bilder

Mit Werner Reinisch stellt das Sudetendeutsche Museum in München einen Künstler vor, der für viele als eine Entdeckung gelten mag. Anlässlich seines letztjährigen 90. Geburtstages zeigt das 2020 neu eröffnete Museum nach coronabedingter Verschiebung in seiner ersten Sonderausstellung neueste Arbeiten des in Südfrankreich lebenden Künstlers.

Werner Reinisch (* 1930) hat nach der Vertreibung aus seiner nordböhmischen Heimat Anfang der 1960er Jahre in Frankreich eine neue Heimat gefunden.
Der Titel der Ausstellung „Von Böhmen in die Ardèche“ verweist auf diese persönliche Lebensgeschichte, aber stellvertretend auch auf ähnliche Schicksale zahlreicher Sudetendeutscher seiner Generation. Die Erinnerung an seine frühe Heimat bleibt in Werner Reinischs Malerei bis heute lebendig und allgegenwärtig. Das Sudetenland ist ihm, wie er selbst immer wieder betont, auch in seiner neuen Heimat in der französischen Ardèche ein ewiger Sehnsuchtsort geblieben.

Werner Reinisch ist Mitte der 1960er Jahre in Frankreich mit seiner Kunst erstmals öffentlich aufgetreten. Mit den Erfahrungen der europäischen Moderne, insbesondere des frühen Expressionismus der Künstlergruppe „Die Brücke“, aber auch der surrealistischen Methode des Automatismus hat er bis Anfang der 1980er Jahre abseits des geschäftigen Kunstbetriebes zeitgleich mit der europäischen Bewegung der Malerei der „Neuen Wilden“ im südlichen Licht der Ardèche zu einem spontan gesetzten, figurativen Expressionismus gefunden. Das führt ihn aus dem Kanon der klassischen Moderne heraus in eine künstlerische Zeitgenossenschaft, die sich ihre Frische bis heute erhalten konnte.
Die Ausstellung zeigt mit rund 40 Werken schwerpunktmäßig neueste Arbeiten Werner Reinischs, aus den letzten drei Jahren. Auf schwarzen Leinwänden zeigen diese Bilder eine deutliche Konzentration der malerischen Mittel hin zu einer graphischeren grafischeren Handschrift. Immer wiederkehrende Motive wie das Kreuz, Pferde, Engel oder Vögel bleiben bis heute Konstanten seiner individuellen Ikonografie.

Auch die Liebe zu den Pferden und zum Reiten hatte in der böhmischen Heimat ihren Ursprung gefunden und hält bis heute an. Das Pferd zieht sich als Motiv durch das gesamte Schaffen Werner Reinischs. Anhand seiner Pferdebilder verdeutlicht die Ausstellung Reinischs künstlerische Entwicklung für die Betrachterinnen und Betrachter sichtbar: von einer verdichteten expressiven zu einer offeneren, der Kraft der Linie vertrauenden Malerei.

Wie die Zeichnung als direkteste Form der Bildenden Kunst auch eine wichtige Quelle für Reinischs einfallsreiche Bildwelt ist, zeigt eine Auswahl seiner grafischen Arbeiten (Radierungen, Zeichnungen, Lithografien) und ganz früher Schmuckgestaltungen aus Reinischs künstlerischen Anfängen in Frankreich – als Straßenkünstler in Paris.

Kurator der Ausstellung ist Günther Moschig.

Pressemitteilung 23.07.2021

Das Sudetendeutsche Museum

„… nichts Geringeres und nichts Größeres als das Erlebnis namens Heimat…“
Mit diesem Zitat des ehemaligen tschechischen Staatspräsidenten Václav Havel empfängt das Sudetendeutsche Museum in München seine Gäste. Es ist das erste zentrale Landesmuseum der Sudetendeutschen. Unter dem Leitgedanken Heimat erzählt die Dauerausstellung von der Heimat in

Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien, von ihrem Verlust durch die Vertreibung ab 1945 und von der Suche nach einer neuen Heimat, die ein Großteil der Sudetendeutschen in Bayern fand. Das Museum spannt einen Bogen über mehr als tausend Jahre Geschichte, dargestellt in rund 900 Exponaten auf1.200 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Der außergewöhnliche Museumsneubau des Architekturbüros pmp architekten setzt mit seiner hellen Sandsteinfassade einen markanten Akzent am Isarhochufer.

Die Dauerausstellung erstreckt sich über fünf Ebenen, die in der Themenabfolge von oben nach unten durchlaufen werden. Die Ebene Heimat und Glaube stellt die Sudetendeutschen und ihre vielfältigen Heimatlandschaften vor, vom Egerland im Westen bis zu den Beskiden im Osten. Das wertvollste Objekt ist hier ein Egerer Kabinettschrank mit Reliefintarsien aus dem 17. Jahrhundert.
Der Themenbereich Wirtschaft und Kultur zeigt die Bandbreite der sudetendeutschen Wirtschaftsproduktion: von Kunert-Strümpfen über Thonet-Möbel bis zum Pilsner Bier. Einen Blickfang bildet das Böhmerland-Motorrad, das längste Serien-Motorrad der Welt. Das Thema Kultur führt die Besucherinnen und Besucher in die Inszenierung eines Caféhauses nach Wiener Vorbild. Die Ebene Nationalismus und Nationalstaat folgt den historischen Ereignissen, die dem Verlust der Heimat vorausgingen: wachsender Nationalismus, das Ende der Habsburger Monarchie, die Gründung der Tschechoslowakischen Republik, der „Anschluss“ an den NS-Staat und der Zweite Weltkrieg. Um die Katastrophe der Vertreibung geht es im Themenbereich Verlust und Vertreibung. Eine Inszenierung vermittel eindringlich das Auseinanderbrechen der vertrauten Lebenswelt. Zeitzeugen sprechen in Video- Interviews über ihre Erlebnisse. Den Aufbau einer neuen Existenz schildert die Ebene Nachkriegszeit und Neubeginn: vom Leben in Notunterkünften über den Bau neuer Siedlungen und die Gründung von Firmen bis zur gelebten Erinnerungskultur. Schließlich wird die Wiederbegegnung mit der alten Heimat und die Annäherung zwischen Deutschen und Tschechen thematisiert. Die abschließende Inszenierung nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf den „Brünner Versöhnungsmarsch“, in dem sich Gedenken und grenzüberschreitende Begegnung verbinden.

Das Sudetendeutsche Museum präsentiert sich in einer klaren, abwechslungsreichen und barrierefreien Gestaltung. Moderne Medientechnik unterstützt die inhaltliche Vermittlung in Form von Audio- und Videostationen sowie Touchbildschirmen. Zwei große Datenbanken bieten Informationen zu rund 20.000 Orten und Städten in den böhmischen Ländern sowie zu den Heimatsammlungen der Nachkriegszeit.

Ergänzend zur Dauerausstellung finden in der Alfred Kubin-Galerie des Sudetendeutschen Hauses auf 350 Quadratmetern Fläche regelmäßige Wechselausstellungen statt.

Pressefotos

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