„Human und menschlich …?“ – Neues Halbjahresprogramm

Zweites Halbjahr im Zeichen von Erinnerung und Begegnung im Sudetendeutschen Museum

Das neue Programm des Sudetendeutschen Museums ist da: Von Juli 2026 bis Januar 2027 bietet es ein vielfältiges Angebot aus Ausstellungen, Führungen, Gesprächen, Workshops, Film und Kunst sowie Veranstaltungen für Familien und Schulklassen.

Den Auftakt bildet am Freitag, 17. Juli 2026, die Eröffnung der neuen Sonderausstellung:
„Human und menschlich …? Die regulierte Vertreibung der Sudetendeutschen“

Vor 80 Jahren verloren mehr als zwei Millionen Deutsche aus dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik ihre Heimat. Fast die Hälfte davon kam nach Bayern. Mit den alliierten Siegermächten war die Vertreibung der Sudetendeutschen auf der Basis eines „human transfer“ vereinbart worden. Die regulierte Vertreibung sollte „human und menschlich“ verlaufen. An dieses Ereignis erinnert die neue Sonderausstellung. Die Ausstellung behandelt das Phänomen von Vertreibungen, die Planungen zur Vertreibung der Sudetendeutschen 1939 bis 1945, den Verlauf der verschiedenen Phasen und die Ankunft in der neuen Umgebung. Erstmals werden digitalisierte Transportlisten aus dem zentralen Militärarchiv in Prag präsentiert.

Die öffentliche Vernissage findet am 17. Juli 2026 von 19 bis 21 Uhr im Adalbert Stifter-Saal und in der Alfred Kubin-Galerie statt. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich unter info@sudetendeutsches-museum.de oder telefonisch unter +49 (0) 89 480003-37. Die Sonderausstellung ist anschließend bis zum 10. Januar 2027, dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, zu sehen. Der Eintritt in die Sonderausstellung ist frei.

Exklusiver Rundgang für Medien

Zudem laden wir Vertreterinnen und Vertreter der Presse am 17. Juli 2026 um 17 Uhr zu einem exklusiven Vorabrundgang mit den Kuratoren durch die Sonderausstellung ein. Presseanmeldung erforderlich unter: presse@sudetendeutsches-museum.de

Das vollständige Programm mit allen Uhrzeiten, Anmeldefristen und Teilnahmebedingungen steht online unter: www.sudetendeutsches-museum.de

Das Programmheft ist außerdem kostenlos in gedruckter Form im Sudetendeutschen Museum in der Hochstraße 10, München erhältlich.

 

Unsere weiteren Höhepunkte des Halbjahresprogramms

MrWissen2go live im Museum: Mirko Drotschmann spricht am Donnerstag, 23. Juli, von 11 bis 13 Uhr sowie am Freitag, 24. Juli, von 9 bis 11 Uhr mit Schulklassen ab der 8. Jahrgangsstufe über Flucht, Vertreibung und Migration. Die kostenfreie Veranstaltung findet im Adalbert Stifter-Saal statt. Eine Anmeldung bis 22. Juli ist erforderlich.

„Unter die Lupe genommen – 20 Minuten, ein Exponat“: In der Kurzreihe werden jeweils von 17 bis 17:20 Uhr besondere Ausstellungsstücke und ihre Geschichten vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen vier ausgewählte Exponate, die jeweils an zwei Terminen vorgestellt werden: ein Seidenkleid mit bewegter Geschichte am 28. Juli und 7. Oktober, das Akkordeon „Sudetenklänge“ am 5. August und 30. September, eine gerettete Heiligenfigur am 18. August und 10. November sowie ein kürzlich restaurierter Kinderwagen am 13. Oktober und 2. Dezember. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Schreibcafé „Lebendige Erinnerung“: Persönliche Geschichten, Erinnerungen und kreatives Schreiben stehen am 4. August, 1. September, 6. Oktober, 3. November und 1. Dezember, jeweils von 16 bis 18:30 Uhr, im Mittelpunkt. Die Teilnahme kostet 15 Euro pro Termin. Eine Anmeldung ist jeweils spätestens einen Tag vor dem Termin erforderlich.

„Erzählen Sie …!“ – Öffentliche Führung und Erzählrunde: Die Überblicksführung durch die Dauerausstellung mit anschließendem offenem Austausch findet am 30. Juli, 27. August, 24. September, 29. Oktober und 17. Dezember, jeweils von 11 bis 13 Uhr, statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Graphic-Novel-Workshop „Heimaten – Erzähl deine Geschichte“: Jugendliche ab zwölf Jahren können am Dienstag, 8. September, von 13 bis 17 Uhr gemeinsam mit dem Künstler Matěj Kolář eigene Bildgeschichten zu Heimat, Migration, Flucht und Vertreibung entwickeln. Eine Anmeldung bis 7. September ist erforderlich.

„30 kg Heimat“ – Filmvorführung und Interview: Am Dienstag, 15. September, von 18 bis 20 Uhr wird im Adalbert Stifter-Saal der Film über die Lebensgeschichte von Christl Eibl gezeigt. Sie und ihr Enkel, der Regisseur und Produzent Michael Eibl, berichten anschließend über die Entstehung des Films. Eine Anmeldung bis 14. September ist erforderlich.

Tag des Handwerks und Weltkindertag: Am Sonntag, 20. September, von 13 bis 16 Uhr steht das traditionelle Klöppelhandwerk im Mittelpunkt. Um 13 Uhr beginnt eine Führung durch die Dauerausstellung; anschließend kann im offenen Workshop bis 16 Uhr selbst geklöppelt werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Kuratorenführungen durch die Sonderausstellung: Vertiefende Einblicke in „Human und menschlich …? Die regulierte Vertreibung der Sudetendeutschen“ bieten Führungen am Dienstag, 25. August, von 16 bis 17 Uhr, am Donnerstag, 24. September, von 16:30 bis 17.30 Uhr, am Donnerstag, 5. November, von 16 bis 17 Uhr sowie am Donnerstag, 3. Dezember, von 16:30 bis 17.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Jüdisches Leben in den böhmischen Ländern: Der Vortrag mit anschließendem Podiumsgespräch findet am Dienstag, 13. Oktober, von 18 bis 20:30 Uhr im Adalbert Stifter-Saal statt. Die Veranstaltung erinnert an die historische Vielfalt jüdischen Lebens in Böhmen und Mähren und fragt nach der Bedeutung dieses Erbes für die Gegenwart. Eine Anmeldung bis 12. Oktober ist erforderlich.

Aktionstage für Schulen „Erinnerungen in Sand-Art“: Am Donnerstag, 15. Oktober, und am Freitag, 16. Oktober, werden jeweils von 9 bis 11 Uhr und von 11 bis 13 Uhr kostenfreie Workshops für Schulklassen der Jahrgangsstufen 4 bis 7 angeboten. Gemeinsam mit der Sand-Art-Künstlerin Nadia Ischia setzen sich die Klassen mit Heimatverlust, Flucht und Vertreibung auseinander. Eine Anmeldung bis 14. Oktober ist erforderlich.

Lange Nacht der Münchner Museen: Am Samstag, 17. Oktober, bietet das Museum ein umfangreiches Nachmittags- und Abendprogramm: Sand-Art-Shows von 14 bis 14:30 Uhr und von 16 bis 16:30 Uhr, Sand-Art-Workshops um 14:45, 15:15, 16:45 und 17:15 Uhr, Familienführungen um 15 und 17 Uhr sowie Kurzführungen durch die Sonderausstellung um 18, 19, 20, 21, 22, 23 und 24 Uhr. Für die Sand-Art-Workshops ist eine Anmeldung bis 16. Oktober erforderlich. Für die übrigen Angebote ist keine gesonderte Anmeldung ausgewiesen; benötigt wird je nach Veranstaltung ein Kinderprogramm- oder Lange-Nacht-Ticket. Die Familienangebote richten sich an Kinder ab sechs Jahren in Begleitung einer erwachsenen Person.

„Erzählen, erforschen, erinnern – wir verbinden Generationen“: Am Donnerstag, 12. November, und am Donnerstag, 7. Januar 2027, jeweils von 16 bis 18 Uhr, stehen Familiengeschichten, generationen-übergreifende Erinnerungen und Möglichkeiten der eigenen Familienrecherche im Mittelpunkt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Die dritte Generation“: Am Mittwoch, 25. November, von 18 bis 20 Uhr erzählt Devin Long aus Dallas im Gespräch mit Kuratorin Eva Haupt die Geschichte seiner sudetendeutschen Großmutter Edith Sündermann-Long. Eine Anmeldung bis 23. November ist erforderlich.

Sudetendeutsche Dialoge: Die Tagung „Entwurzelung durch Vertreibung und ihre Auswirkungen auf die Nachkommen“ findet am Donnerstag, 26. November, von 9 bis 18 Uhr im Adalbert Stifter-Saal statt. Die Tagung ist für alle Interessierten offen. Eine Anmeldung bis 24. November ist erforderlich.

„Weihnachtszauber“ im Sudetendeutschen Museum: Ab Dienstag, 24. November, vermitteln ausgewählte Exponate im Museumsfoyer Einblicke in winterliche und weihnachtliche Bräuche in Böhmen und Mähren. Die Präsentation kann während der regulären Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Adventswerkstatt – Upcycling Weihnachtszauber: Familien mit Kindern ab vier Jahren können am Samstag, 28. November, von 14 bis 18 Uhr aus wiederverwendeten Materialien weihnachtliche Girlanden, Anhänger und Geschenkschachteln gestalten. Kinder nehmen in Begleitung einer erwachsenen Person teil. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Finissage der Sonderausstellung: Den Abschluss bildet am Sonntag, 10. Januar 2027, ab 13 Uhr die Finissage der Sonderausstellung. Führungen finden von 13 bis 14 Uhr, von 15 bis 16 Uhr und von 17 bis 18 Uhr statt. Daran schließen sich Sand-Art-Shows der Künstlerin Nadia Ischia von 14 bis 14.30 Uhr, von 16 bis 16.30 Uhr und von 18 bis 18.30 Uhr an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltungen sind kostenlos, außer es ist anders vermerkt. Anmeldungen zu den entsprechend gekennzeichneten Veranstaltungen sind unter anmeldung@sudetendeutsches-museum.de oder telefonisch unter +49 (0) 89 480003-37 möglich.