Von Muttersprache bis Museumstag: aktuelles Programm

Neues Halbjahresprogramm des Sudetendeutschen Museums

Das Sudetendeutsche Museum blickt auf eine äußerst erfolgreiche Sonderausstellung zurück: „Ferdinand Porsche und andere Pioniere. Wegbereiter der Mobilität aus Böhmen und Mähren“ begeisterte das Publikum bis zur Finissage im Januar mit spannenden Perspektiven auf Erfindergeist und Aufbruch.

Auch im ersten Halbjahr 2026 lädt das Museum zu einem abwechslungsreichen Programm ein, das mit Musik aus Böhmen und Mähren einen klaren thematischen roten Faden setzt – mal als Klang, mal als Erinnerung, mal als kultureller Zugang zu Sprache, Identität und Geschichte.

Den Auftakt macht Ende Januar die beliebte Reihe „Erzählen Sie mal…“ – eine öffentliche Führung mit anschließender Erzählrunde, die sich diesmal mitunter dem Thema Musik widmet (29. Januar). Dieses Format wird im Halbjahr fortgesetzt und lädt regelmäßig dazu ein, persönliche Erinnerungen und Perspektiven zu teilen – weitere Termine sind 26. Februar, 26. März, 30. April, 28. Mai und 25. Juni, jeweils um 11 Uhr.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Schreibcafé „Lebendige Erinnerung“, das Kreatives Schreiben mit Impulsen aus der Dauerausstellung verbindet – ein Raum für persönliche Geschichten, Erinnerungen an Klänge, Orte und Kindheitserlebnisse. Die Termine im Halbjahr: 3. Februar, 10. März, 7. April, 5. Mai und 2. Juni, jeweils ab 16 Uhr. Kosten: 15 Euro pro Termin.

Am 7. Februar um 15 Uhr findet die Kreativwerkstatt „Maskenkunst und Wintergeister“ statt – passend zum Fasching und begleitet von Einblicken in alte böhmische Bräuche, in denen Musik und Masken traditionell zusammengehören. Anschließend lädt die Heimatpflegerin der Sudetendeutschen zum gemeinsamen Faschingsball ein.

Ein echtes Highlight im Februar ist der Internationale Tag der Muttersprache. Am 22. Februar ab 10:30 Uhr rückt das Museum mit Führungen in verschiedenen Sprachen (u. a. Deutsch, Tschechisch und Englisch) die Vielfalt von Sprache und Herkunft in den Mittelpunkt. Ab 15 Uhr finden Museumsführungen in sudetendeutschen Dialekten statt. Am Abend (17 Uhr) folgt ein musikalischer Höhepunkt: Mauke – die Kultband aus Kaufbeuren-Neugablonz feiert ihr 20-jähriges Jubiläum und verabschiedet sich vor dem „Ruhestand“ mit einem letzten Konzertauftritt – ein Abend voller Musik, Dialekt und Kabarett.

Im März greift das Museum mit Blick auf den Internationalen Frauentag das Thema Frauenbiografien auf: Die Themenführung „Frauen zwischen Kunst, Musik, Geschichte und Gesellschaft“ am 8. März um 13 Uhr beleuchtet, wie weibliche Lebenswege und künstlerische Positionen die Geschichte der böhmischen Länder geprägt haben.

Ebenfalls im März lädt das Museum Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte zur Fortbildung „Museum trifft Stadt – Nationalsozialismus in München“ (19. März, 14 Uhr) ein.

Kinder dürfen sich zum Start in den Frühling auf kreative Mitmachangebote freuen: Beim zweitägigen Ferienprogramm „Zu Tisch!“ am 31. März und 1. April (je 10 Uhr) entsteht bunte Tischdeko rund ums Osterfest – inspiriert von Bräuchen, Rezepten und Tischsitten aus den böhmischen Ländern. Am 28. März ab 14 Uhr ergänzt eine offene Osterwerkstatt den Ostermarkt der Heimatpflegerin der Sudetendeutschen – ein Nachmittag für Kinder und Familien.

Ein weiterer Programm-Höhepunkt ist der Internationale Museumstag am 17. Mai ab 10 Uhr mit „Upcycling Music“ – einer interaktiven Soundwerkstatt mit Klangkünstler Max Castlunger, bei der Instrumente und Klangobjekte nicht nur betrachtet, sondern ausprobiert werden dürfen. Sonderführungen zum Thema „Musik und Instrumentenbau in den böhmischen Ländern“ schlagen an diesem Tag die Brücke zwischen Handwerksgeschichte und lebendigem Hören. Der Eintritt ins Museum ist an diesem Tag frei. Für Schulklassen gibt es zusätzlich die Aktionswoche „Nachhaltige Klänge!“ vom 18. bis 20. Mai mit buchbaren Workshops.

Für Schulklassen bietet das Sudetendeutsche Museum auch weiterhin kostenlose Workshops an. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an vermittlung@sudetendeutsches-museum.de und melden sich zum Newsletter für Schulklassen an, um über aktuelle Angebote informiert zu bleiben.

Noch ein kleiner Ausblick auf Großes: Am 16. Juli eröffnet die nächste Sonderausstellung „Human und menschlich…? Die regulierte Vertreibung der Sudetendeutschen“ – ein Thema von großer historischer Tragweite, das 80 Jahre danach erneut zur Auseinandersetzung einlädt.

Alle Veranstaltungen sowie aktuelle Informationen und Hinweise zur Anmeldung finden Interessierte online auf der Website des Sudetendeutschen Museums. Das Programm ist außerdem als Broschüre direkt vor Ort im Museum erhältlich. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Kontakt und Social Media

Das Sudetendeutsche Museum befindet sich in der Hochstraße 10, 81669 München. Allgemeine Anfragen bitte an die E-Mail-Adresse info@sudetendeutsches-museum.de richten. Anmeldungen unter anmeldung@sudetendeutsches-museum.de. Die Kontaktaufnahme ist auch telefonisch unter +49 (0) 89 480003-37 möglich. Weitere Informationen gibt es online auf www.sudetendeutsches-museum.de sowie auf Facebook, Instagram und Youtube unter „Sudetendeutsches Museum München“