Entwurzelung durch Vertreibung – eine Prägung über Generationen
Diese Fachtagung thematisiert die Entwurzelung nachfolgender Generationen infolge von Vertreibung und den Prägungen, die über Generationen hinweg weiterwirken. Der Umgang mit Heimatlosigkeit, mit Bindungsängsten und dem häufig anzutreffenden Bestreben zu sammeln und aufzubewahren lässt uns fragen: Wie wird die sudetendeutsche Vertreibung von den Nachkommen erlebt und geprägt?
Im Fokus stehen Auswirkungen auf Mentalitäten, Heimatbezüge, Bindungen und kollektive Prägungen in der Gesellschaft. Aus Sicht der Vertreibungsforschung und Traumapsychologie beleuchtet die Tagung epigenetische Erfahrungen sudetendeutscher Nachkommen und tschechischer Neusiedler in den Sudetengebieten. Dabei diskutieren die Teilnehmenden individuelle Wege der Entwicklung von Heimatgefühl und Heimatzugehörigkeit.
Erfahrungen, Forschung und literarisch-praktische Perspektiven, freies Schreiben, Gedankenaustausch und methodische Impulse laden ein, eigene Erinnerungen zu reflektieren, Brücken für Verständigung und Verständnis zu bauen sowie Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.
Das Format „Dialoge“ des Sudetendeutschen Museums ist eine jährlich stattfindende Austausch- und Bildungsplattform mit dem Ziel, Volksgruppen und Minderheiten sowie verschiedene Einwanderungsgruppen zu wechselnden Fachthemen zu verbinden.
Die Tagung richtet sich an alle Interessierten. Die Teilnahme ist kostenfrei und umfasst auch die Verpflegung.
Um Anmeldung unter anmeldung@sudetendeutsches-museum.de wird bis 24.11.2026 gebeten.
Veranstaltungsort und Veranstaltungsbeginn:
Einlass um 9:00 Uhr in das Sudetendeutsche Museum, über Pforte in Hochstr. 8, Veranstaltungsraum: Adalbert Stifter-Saal des Sudetendeutschen Hauses
Ausklang circa 18:00 Uhr.