Im Rahmen des Jubiläums „5 Jahre Sudetendeutsches Museum“.
Eine szenisch-musikalische Hommage zum 125. Geburtstag der mährischen Schauspielerin Ida Ehre, mit Iris Marie Kotzian.
Ob die fesche Lola im Film „Der blaue Engel“, Georg Kreislers „Lola Blau“ oder Tom Tykwers rennende Lola: Lolas sind in der Kunst des letzten Jahrhunderts stets Frauen mit starkem Willen, die ihre eigenen Wege gehen. So eine Frau war auch die 1900 in Prerau in Mähren geborene Schauspielerin Ida Ehre, die nach anfänglich erfolgreichen Jahren an zahlreichen Theatern im deutschsprachigen Raum 1933 von den Nazis Berufsverbot erhielt und nur dank ihrer Ehe mit einem deutschen Arzt als Jüdin den Holocaust überlebte. Ein Fluchtversuch nach Chile spülte sie in Hamburg an Land, wo sie nach dem Krieg als Intendantin, Regisseurin und Schauspielerin die Hamburger Kammerspiele gründete. In ihrem renommierten Theater und auch außerhalb kämpfte Ida Ehre bis zu ihrem Tod 1989 trotz ihres eigenen schwierigen Schicksals für
Toleranz, Mitgefühl und Versöhnung.
Anlässlich des 125-jährigen Geburtstags der großen Mährerin laden Iris Marie Kotzian (Sopran und Sprecherin) und Christoph Weber (Pianist und Sprecher) alle herzlich zu einer Spurensuche in Text und Musik über Ida Ehre mit Werken von Erich Wolfgang Korngold, Georg Kreisler, Franz Schubert, Viktor Ullmann, Robert Stolz, Edmund Nick und vielen anderen ein. Das genaue Programm finden Sie hier.
Treffpunkt: Adalbert-Stifter-Saal des Sudetendeutschen Hauses, Hochstr. 8, München. Teilnahme kostenfrei. Anmeldung bis 10.10. unter anmeldung@sudetendeutsches-museum.de erforderlich.